
Nur noch Infotainment? Politischer Journalismus und die neuen Fliehkräfte.
Medien gelten oft als „vierte Gewalt“ im Staat. Ihnen kommt neben der Informationsfunktion des Volkes eine Kritik- und Kontrollfunktion der politischen Akteure zu. Das Verhältnis zwischen Medien und Politik hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Die klaren Grenzen zwischen beiden Feldern sind zugunsten wachsender Interdependenzen geschwunden, denn Politikerinnen und Politiker bedienen sich der „Massenmedien“, um über ihre Arbeit zu informieren. Journalisten hingegen suchen unter dem steigenden Konkurrenzdruck die Nähe zur Politik, um exklusiv berichten zu können.
Im Mittelpunkt des sechsten Zukunftskolloquiums Politikberatung stand daher die Frage nach der gegenseitigen Abhängigkeit zwischen Medien und Journalisten sowie den daraus folgenden Konsequenzen für den Prozess der politischen Kommunikation. Das Zukunftskolloquium wollte noch stärker auf die Perspektive der Journalisten abstellen. Andrea Fischer (Bundesministerin a.D., Institut für Organisationskommunikation), Prof. Dr. Rainer Burchardt (ehemaliger Chefredakteur des Deutschlandradios) und Michael Konken (Bundesvorsitzender des Deutschen Journalistenverbandes) sortierten die Fragestellungen und boten Einblicke in die komplexen täglichen Anforderungen auf beiden Seiten des Mikrofons.
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